Betoninstandsetzung von A bis Z

A

Ableitfähigkeit
Abreißversuch
Abriebfestigkeit
Abstreuen
Acrylharze
Adhäsion
Adhäsionsbruch
Alkalität
Alkalitätsreserve
Alterung
Angaben zur Ausführung (Ausführungsanweisung)
Anode
Anorganische Baustoffe
Arbeitsabschnitt
Arbeitsfugen
ATV
Ausblühung
Ausbruchufer
Ausdehnungskoeffizient (aT)
Ausgleichsfeuchte
Ausgleichsschicht

B

BAM
BASt-Liste
Baustoffkorrosion
Begrenzt dehnfähig
Beschichtung
Beschichtungsstoff
Beton
Betondeckung
Betonersatz
Betonersatzsystem
Betoninstandsetzungssysteme
Betonkorrosion
Betonoberfläche
Betonuntergrund (Betonunterlage)
Bewehrung
Bindemittel
Bundesgütegemeinschaft

C

Calziumhydroxid
CFK-Lamelle
Charge
Chloride
Chloridextraktion

D

DAfStb-Richtlinie
Dehnfähiges Verbinden
Depassivierung
Diagnose
Dichtungsschlämme
DIN EN ISO 9001:2000
Diffusion
Diffusionswiderstandszahl
Dispersion
Druckfestigkeit
Dünnstromförderung
Düsenführerschein
DVGW

E

Eigenfeuchte
Einbauten
Einbürsten
Einkomponentige Injektion
Elastizitätsmodul
Elastomer
Elektrode
Elektrolyt
Emulsion
EN ISO 9000 ff
Entrostungsgrad
Epoxidharze
Erhärtung

F

Farbstoff
Feinspachtel
Feinstzement
Feinstzementsuspension
Festkörpergehalt (-volumen)
Feuchte
Filmbildung
Flammstrahlen
Fluten
Fräsen
Füllart
Füller/Füllstoff
Füllstoffe
Fugen
Füllgrad
Füllgut

G

GEB
Größtkorn
Grundierung
GÜB

H

Haftbrücke
Haftzugsfestigkeit
Hauptsächlich wirksame Oberflächenschutzschicht (hw0)
Hilfsstoff
Hohlräume
Hydratation
Hydraulische Bindemittel
Hydrolyse
Hydrophobierung

I

Imprägnierung
Inertanode
Injektion
Injektionsdruck
Injektionsgerät
Injektionsschlauch
Injektionsverfahren
Instandhaltung
Instandsetzen
Instandsetzungsplan

 

Ableitfähigkeit

Anforderung an eine Bodenbeschichtung zur Ableitung von elektrischen Spannungen. Die Beurteilung / Messung erfolgt anhand des Ableitwiderstandes in Ohm, ein Maximalwert darf nicht überschritten werden. Da Reaktionsharze prinzipiell einen Widerstand von etwa 1011 bis 1014 Ohm besitzen sind sie nicht leitfähig. Zur Erzielung der Ableitfähigkeit von Reaktionsharzbeschichtungen werden, leitfähige Zusatzstoffe beigemischt, und oder leitfähigen Schichten / Ebenen, wie durch das Einlegen von Kupfernetzen bzw. -bändern verwendet.

  zum Anfang

Abreißversuch

Bestimmung der Oberflächenzugfestigkeit des Betonuntergrundes bzw. der Haftzugsfestigkeit einer Beschichtung darauf.

  zum Anfang

Abriebfestigkeit

Breitwürfiger Auftrag von getrockneten Mineralstoffen auf eine frische organische Beschichtung, wobei das Korn fest in die Oberfläche eingebunden wird.

  zum Anfang

Abstreuen

Die Verschleißfestigkeit oder der Abnutzwiderstand wird üblicherweise in Anlehnung an DIN 52108, Prüfung mit der Schleifscheibe nach Böhme, gemessen. Mit dieser Methode wird der Abschliff in Volumenanteilen (cm³) pro 50 cm² Schleiffläche ermittelt.

  zum Anfang

Acrylharze

Sind Polymerisate* aus Estern* der Acryl- oder/und Methacrylsäure. Sie werden sowohl in Lösemitteln gelöst als auch in Wasser dispergiert als Bindemittel für physikalisch trocknende Anstriche eingesetzt, die sich durch besonders gute Witterungsbeständigkeit auszeichnen. 

  zum Anfang

Adhäsion

Zusammenhalt von 2 Stoffen die sich eng berühren.

  zum Anfang

Adhäsionsbruch

Bruch zwischen zwei Schichten.

  zum Anfang

Alkalität

Ein Medium, welches einen pH-Wert größer als 7 (neutral) und maximal 14 hat, ist basisch oder akalisch. Stark basische Wirkung des Porenwassers im Zementstein, die sich durch die Lösung von Calciumhydroxid und Alkalien einstellt. Beton ist alkalisch und liegt im pH-Wert-Bereich von ca. 10 bis 13.

  zum Anfang

Alkalitätsreserve

Von Zementart und Zementmenge abhängige Fähigkeit eines Betons, das durch die Karbonatisierung aufgebrachte Calciumhydroxid im Porenwasser des Zementsteins zu ersetzten.

  zum Anfang

Alterung

Nicht umkehrbare, von Umweltfaktoren bestimmte Änderung der Gebrauchseigenschaften eines Baustoffs.

  zum Anfang

Angaben zur Ausführung (Ausführungsanweisung)

Verbindliche Anweisung für die Ausführung der Arbeiten, deren Inhalt und Anerkennung die Technischen Lieferbedingungen regeln, soweit diese vorliegen.

  zum Anfang

Anode

Positiv geladene Elektrode. Der anodische Teil einer Metallkorrosion gibt Metallionen an den Elektrolyten ab und ist mit einem Substanzverlust des Metalls verbunden.

  zum Anfang

Anorganische Baustoffe

sind chemische Verbindungen, die keinen Kohlenstoff enthalten (Ausnahme CO und CO2).
Kunststoffe sind organische Verbindungen, da es sich hier um Kohlenstoffverbindungen handelt.

  zum Anfang

Arbeitsabschnitt

In einem Arbeitsabschnitt wird eine gleichartige Arbeit von einer Kolonne nach gleicher Vorgehensweise ohne nennenswerte Unterbrechung durchgeführt.

  zum Anfang

Arbeitsfugen

Ansatzstellen durch Arbeitsunterbrechung im Herstell- bzw. Sanierungsverfahren sind schadensträchtig und möglichst zu vermeiden.

  zum Anfang

ATV

Allgemeine technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen. Sie sind im Teil C der VOB aufgeführt.

  zum Anfang

Ausblühung

Verfärbung der Bauteiloberfläche durch auffällige Ablagerung von Salzen, die mit Hilfe von Wasser an die Oberfläche transportiert werden (und dort eventuell chemisch verändert werden können).

  zum Anfang

Ausbruchufer

Grenze, bis zu der Beton an Schadstellen abgetragen wurde, um ungeschädigten bzw. während der Restnutzungsdauer ungefährdeten Untergrund zu erreichen.

  zum Anfang

Ausdehnungskoeffizient (aT)

Er gibt die Ausdehnung eines Bauteils (in m/m) bei einer Temperaturänderung von 1 K an. Der Rechenwert beträgt für Normalbeton nach DIN 1045 10 x 10-6/K,

  zum Anfang

Ausgleichsfeuchte

Stoffspezifische Feuchte eines porösen Baustoffs, die mit der Luftfeuchte der Umgebung im Gleichgewicht steht.

  zum Anfang

Ausgleichsschicht

Schicht zur Herstellung einer ebenen und profilgerechten Oberfläche.

  zum Anfang

BAM

Bedeutet "Bundesanstalt für Materialkunde und- Forschung"

  zum Anfang

BASt-Liste

In der „BASt Liste“, die bei der Bundesanstalt für Straßenwesen geführt wird, stehen alle geprüften und fremdüberwachten Stoffe, z.B. gem. ZTV-ING, die bei der Betoninstandsetzung im Brückenbereich zur Anwendung kommen dürfen. Die aktuelle Liste kann im Internet unter http://www.bast.de/Pruefst/Dokument/Doku.htm kostenlos heruntergeladen werden.

  zum Anfang

Baustoffkorrosion

Teilweise oder völlige Zerstörung des Baustoffs, meist durch unsachgemäße Zusammensetzung und Ausführung bzw. aggressive Umwelteinflüsse. Es wird unterschieden zwischen lösenden, oberflächennahen bzw. treibenden Korrosionen im Inneren der Bauteile (z.B. "Gipstreiben" im Beton).

  zum Anfang

Begrenzt dehnfähig

Verformungseigenschaft eines Rissfüllstoffes im Riss. Die Bruchdehnung des Rissfüllstoffes selbst liegt mehrere Größenordnungen über der des Füllstoffs im Bauteil.

  zum Anfang

Beschichtung

Schicht auf der Oberfläche, die allen Unebenheiten folgt bzw. Unebenheiten weitgehend ausgleicht und Schutzwirkung ausübt (siehe Oberflächenschutz).

  zum Anfang

Beschichtungsstoff

Flüssiges bis pastenförmiges Stoffgemisch, das aus Bindemitteln sowie ggf. zusätzlich aus Feststoffen und sonstigen Zusätzen besteht und das nach der Verarbeitung durch Trocknung oder chemische Reaktion in den festen Zustand übergeht.

  zum Anfang

Beton

Künstlicher Stein, der aus Zement, Zuschlagstoffen und Wasser hergestellt wird. Das größte Korn bei Beton muß > 4 mm sein, sonst spricht man von Mörtel. Durch Zugabe von Zusatzmitteln bzw. -stoffen können die Eigenschaften des frischen oder erhärteten Betons beeinflußt werden.

  zum Anfang

Betondeckung

Abstand zwischen der Betonoberfläche und der eingelegten Bewehrung. Abstände werden in der DIN 1045 geregelt. Bei der Abnahme eines Bauwerkes muß das Mindestmaß der Betondeckung erreicht werden. Unterschiedliche Betondeckungsmaße sind nach Betongüte, Einsatzzweck etc. erforderlich. Heutiger Trend zu immer größerer Betondeckung wegen Karbonatisierungseffekten. (Siehe Karbonatisierung)

  zum Anfang

Betonersatz

Ersatz von fehlendem oder geschädigtem Beton in oberflächennahen Bereichen.

  zum Anfang

Betonersatzsystem

Bestehend aus Baustoffen des Betonersatzes und einer Haftbrücke. Auf mineralisch / organischer (PCC) oder rein organischer Basis (PC) im jeweiligen Herstellersystem. Siehe auch Spritzbeton und PC/PCC-Mörtel.

  zum Anfang

Betoninstandsetzungssysteme

Grundsätzliche Regelungen der Instandsetzungsprinzipien erfolgen in der DAfStb-Richtlinie.

  zum Anfang

Betonkorrosion

Nachteilige Veränderung eines Betons durch chemische und physikalische Einwirkungen.

  zum Anfang

Betonoberfläche

Betonunterlage wie z.B. - Untergrund - Kontaktfläche -Traggrundgrenzfläche usw. Ausdruck für Beton unter den jeweils herzustellenden Betonersatz- oder Oberflächenschutzsystemen.

  zum Anfang

Betonuntergrund (Betonunterlage)

Oberfläche und oberflächennahe Schicht eines Betonbauteils unter dem jeweils herzustellenden Botonersatz oder Oberflächenschutzsystem.

  zum Anfang

Bewehrung

Nimmt in der Regel beim Stahlbeton die Zugspannungen auf, da der Beton selbst überwiegend nur Druckspannungen aufnehmen kann. Die Bewehrung muss eine ausreichende Betonüberdeckung besitzen, damit der Stahl nicht, durch die Carbonatisierung im nicht akalischen Bereich liegt, durch Luft und Wasser korrodieren kann.

  zum Anfang

Bindemittel

Bei Betonen, Mörteln oder Putzen sind Zemente, Gipse und Kalke hydraulische Bindemittel, also durch Wasserzugabe erhärtend. Kunstharze sind Bindemittel, die infolge Polymerisation, -addition oder -kondensation reagieren. Im Bereich der Betonsanierung finden beide Arten Bindemittel Anwendung.

  zum Anfang

Bundesgütegemeinschaft

Dachverband der bundesländerbezogenen Landesgütegemeinschaften von in der Betoninstandsetzung tätigen Firmen und Büros mit Sitz in Berlin.

  zum Anfang

Calziumhydroxid

Gelöschter Kalk, entsteht aus gebranntem Kalk (Calciumoxid CaO) und Wasser (H2O). Bei der Hydratation des Zements wird Calciumhydroxid abgespalten. Das Porenwasser im Zementstein hat dadurch einen pH-Wert von etwa 12,5. Es reagiert stark basisch und bewirkt den Korrosionsschutz der Stahleinlagen im Beton.

  zum Anfang

CFK-Lamelle

CFK-Lamellen sind Lamellen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Sie werden als korrosionsbeständige, geklebte Bewehrung für das wirtschaftliche Verstärken von Tragwerken aus Stahlbeton oder inzwischen auch bei Holz eingesetzt. CFK-Lamellen eignen sich sehr gut zur nachträglichen Verstärkung von Stahlbetontragwerken. Dazu wird der kohlenstofffaserverstärkte Kunststoff als Lamelle, Gewebe oder Gelege auf die Oberfläche von Bauteilen mit speziellen auf das System abgestimmten Epoxidharzklebern aufgeklebt.

  zum Anfang

Charge

Ist die in einem Arbeitsgang hergestellte Einheit eines Baustoffes. Sind die Chargennummern (Lieferschein!) eines eingebauten Baustoffes bekannt, kann bei Schäden leichter nachvollzogen werden, ob der Baustoff fehlerhaft war oder ob Verarbeitungsmängel vorliegen.

  zum Anfang

Chloride

Sind chemische Verbindungen aus Metallen und Chlorwasserstoffsäure (z.B. NaCl-Kochsalz). Sie können auch in den abgebundenen Beton z.B. durch PVC Brandgase oder Tausalze eindringen und den im alkalischen Medium liegenden Bewehrungsstahl in Form von Lochfraß angreifen, ohne daß dies äußerlich am Beton erkennbar wird. Chloride benötigen eine feuchte Umgebung. Wird der Beton vor Feuchtigkeit geschützt und das Porenwasser diffundiert nach außen, so sind Chloridkorrosionen nicht möglich. Im Stahlbeton gilt ein Chloridgehalt von weniger als 0,4 %, im Spannbeton von weniger als 0,2 %, bezogen auf den Zementgehalt als unbedenklich.

  zum Anfang

Chloridextraktion

Entfernung von Chloridionen durch physikalische oder elektrochemische Verfahren.

  zum Anfang

DAfStb-Richtlinie

Vom Deutschen Ausschuss für Stahlbeton herausgegebene Richtlinie. Für den Bereich der Betoninstandsetzung gibt es die Instandsetzungsrichtlinie (Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen). Sie besteht aus 4 Teilen: Teil 1 enthält Allgemeine Regelungen und Planungsgrundsätz, Teil 2 enthält Bauprodukte und Anwendungen, Teil 3 enthält Anforderungen an die Betriebe und Überwachung der Ausführung, Teil 4 enthält Prüfverfahren. Diese Richtlinie ist in allen Bundesländern bauaufsichtlich eingeführt und ist daher zwingend, ohne die Notwendigkeit einer zusätzlichen vertraglichen Vereinbarung, anzuwenden.

  zum Anfang

Dehnfähiges Verbinden

Gewährung von Freiheitsgraden, ohne dabei merkliche Schnittgrößen zu übertragen (siehe auch begrenzt dehnfähig und Kraftschluss).

  zum Anfang

Depassivierung

Verlust des Korrosionsschutzes von Stahleinlagen in Betonbauteilen, bedingt durch Karbonatisierung der Betondeckung oder Beaufschlagung der Stahloberfläche mit Chloridionen.

  zum Anfang

Diagnose

Wichtigste Vorbereitung zum Festlegen eines Betonsanierungsvorgehens. Bestehend aus Schadensaufnahme und Untersuchung vorgefundener Betonschäden mit einer Beurteilung der Schadensursache. Eine Diagnose sollte nicht nur das Bauteil aus Beton betrachten, sondern auch flankierende Schadenserzeuger durch andere Bauteile (z.B. falsch angebrachte Geländerpfosten, falsche oder fehlende Entwässerungen von Balkonböden etc.) 1. Schritt auf dem Weg zur Instandsetzungsplanung.

  zum Anfang

Dichtungsschlämme

Zementgebundene Stoffe für die Bauwerksabdichtung.

  zum Anfang

DIN EN ISO 9001:2000

Legt die Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem (QM-System) für den Fall fest, dass eine Organisation ihre Fähigkeit darlegen muss, Produkte bereitzustellen, welche die Anforderungen der Kunden und allfällige behördliche Anforderungen erfüllen, und anstrebt, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

  zum Anfang

Diffusion

Das Eindringen von Molekülen vorwiegend gasförmiger oder flüssiger Stoffe in angrenzende Schichten aufgrund der ständigen Molekularbewegung. Der Vorgang kann auch durch feste Stoffe (Wände, Anstrichschichten) hindurch erfolgen, wenn genügend weite Poren vorhanden sind, um die diffundierenden Moleküle durchzulassen.

  zum Anfang

Diffusionswiderstandszahl

Die Diffusionswiderstandszahl gibt an, wievielmal größer der Durchlasswiderstand eines Stoffes gegenüber Wasserdampf oder anderen Gasen ist als der einer gleich dicken ruhenden Luftschicht gleicher Temperatur.

  zum Anfang

Dispersion

Eine verhältnismäßig stabile Mischung zweier oder mehrerer Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß Teilchen (z. B. Pulver, Tröpfchen) des einen Stoffes in dem umgebenden anderen Stoff (dem Dispergiermittel) gleichmäßig verteilt sind. Die Größe der dispergierten Teilchen liegt zwischen 0, 1 und 3 µi.

  zum Anfang

Druckfestigkeit

Festigkeit, die ein Körper zerstörungsfrei aushält, angegeben in N/mm2. Dabei ist wichtig, daß der zu sanierende Beton in der Regel eine etwas größere Druckfestigkeit aufweisen soll als ein Reparaturmörtel oder ein Feinspachtel. Am Bauwerk selbst kann die Druckfestigkeit des Altbetons näherungweise mit dem Schmidt'schen Kugelprallhammer bestimmt werden. Siehe auch "Elastizitätsmodul".

  zum Anfang

Dünnstromförderung

Eine Druckluftförderung bei der Mörtel oder Beton im Luftstrom schwebend zur Spritzdüse gefördert wird.

  zum Anfang

Düsenführerschein

Notwendige Qualifikation des Düsenführers bei Applikation von Spritzbeton oder SPCC. Für die Qualifizierung zum „ Düsenführer “ sind umfangreiche theoretische
und praktische Prüfungen erforderlich.

DVGW

Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. Der DVGW ist der technisch-wissenschaftliche Verein im Gas- und Wasserfach, der seit nahezu 150 Jahren ...

• die technischen Standards für eine sichere und zuverlässige Gas- und Wasserversorgung setzt
• aktiv den Gedanken- und Informationsaustausch in den Bereichen Gas und Wasser anstößt und begleitet sowie
• durch praxisrelevante Hilfestellungen die Weiterentwicklung im Fach motiviert und fördert.

Link: www.dvgw.de

  zum Anfang

Eigenfeuchte

Feuchte eines porösen Baustoffes infolge kapillarer Aufnahme von flüssigem Wasser bzw. infolge Sorption von Wasserdampf.

  zum Anfang

Einbauten

Teile (Fahrbahnübergänge, Entwässerungseinrichtungen u. a.), die mit dem Betonuntergrund fest verbunden sind.

  zum Anfang

Einbürsten

Verfahren zur Beschichtung eines rauhen bzw. staubbelegten Untergrundes, auf den der Be-schichtungsstoff zur besseren Benetzung durch kräftiges Bürsten aufgetragen wird.

  zum Anfang

Einkomponentige Injektion

Der aus den Komponenten fertig gemischte Rissfüllstoff wird vom Injektionsgerät unter Druck zum Packer gefördert.

  zum Anfang

Elastizitätsmodul

Stellt ein Maß für die Elastizität eines Werkstoffes dar. Er ist das Verhältnis von Spannung zur Dehnung in N/qmm. Je größer der E-Modul, desto geringer die Verformbarkeit des Materials. Beton hat ein E-Modul von ca. 30.000 N/qmm, Stahl von 210.000 N/qmm, Gummi von 5 N/mm2. Während der E-Modul bei Kunststoffen stark durch die Umgebungstemperatur beeinflusst wird, spielt diese bei Beton eine vernachlässigbar kleine Rolle. Bei der Betonsanierung ist der E-Modul des Reparaturmörtels/ -betons gleich oder geringer zu halten, als der des Altbetons, um ein Abreißen infolge nicht aufnehmbarer Spannungen zu vermeiden.

  zum Anfang

Elastomer

Weitmaschig vernetzter Kunststoff, unschmelzbar und in weiten Temperaturbereichen gummielastisch.

  zum Anfang

Elektrode

Elektronenleitender, d. h. elektrisch leitender Werkstoff in einem Elektrolyten; das System Elektrode Elektrolyt ist eine Halbzelle.

  zum Anfang

Elektrolyt

Durch Anwesenheit von Ionen elektrisch leitfähige Flüssigkeit, z. B. wässrige Lösung, die auch im Porensystem von Festkörpern (Erdboden, Beton) adsorbiert sein kann.

  zum Anfang

Emulsion

Feinste Verteilung einer Flüssigkeit in einer Flüssigkeit, wobei beide Stoffe ineinander schwer oder unlöslich sind (Sonderform der Dispersion).

  zum Anfang

EN ISO 9000 ff

Mit der Normenreihe EN ISO 9000 ff. sind Normen geschaffen worden, die die Grundsätze für Maßnahmen zum Qualitätsmanagement  dokumentieren. Gemeinsam bilden sie einen zusammenhängenden Satz von Normen für Qualitätsmanagementsysteme, die das gegenseitige Verständnis auf nationaler und internationaler Ebene erleichtern sollen.

  zum Anfang

Entrostungsgrad

Gemäß DIN 55 928 wird bei der Entrostung von Stahl unterschieden in die Entrostungsgrade.

  zum Anfang

Epoxidharze (Kurzzeichen EP)

sind flüssige oder schmelzbare feste Kunstharze mit reaktionsfähigen Epoxid-Endgruppen. In Verbindung mit Härtern vernetzen sie durch Polyaddition* und gehören damit zu den Duromeren*. Eigenschaften: Hohe Haftfestigkeit auf den verschiedensten Untergründen, hohe Zähigkeit, geringes Schwindmaß, sehr gute Wasser- und Chemikalienbeständigkeit.

  zum Anfang

Erhärtung

Übergang eines Bindemittels vom flüssigen in den festen Zustand durch chemische Reaktionen.

  zum Anfang

Farbstoff

Organisches Farbmittel, das im Gegensatz zu den Pigmenten in Lösemitteln und/oder Bindemitteln löslich ist.

  zum Anfang

Feinspachtel

In der Regel kunststoffmodifizierter Zementmörtel zum Herstellen einer optisch einwandfreien Oberfäche. Dient zusätzlich als Porenverschluß, um dichte und blasenfreie Schlußbeschichtungen zu ermöglichen.

  zum Anfang

Feinstzement

Zement mit 95 M. % Korngrößenanteilen < 16 µm.

  zum Anfang

Feinstzementsuspension

Füllgut zur Riss- und Hohlraumfüllung auf der Basis von Microzement mit einer Kornverteilung, die zu 95 % kleiner als 16 µm ist.

  zum Anfang

Festkörpergehalt (-volumen)

Massen oder volumenbezogener Anteil eines Beschichtungsstoffes, der nach Trocknen unter festgelegten Bedingungen als Rückstand verbleibt.

  zum Anfang

Feuchte

Absolute Luftfeuchte: Masse dampfförmigen Wassers bezogen auf Volumen feuchter Luft; relative Luftfeuchte: absolute Luftfeuchte bezogen auf größtmögliche Luftfeuchte bei gleicher Temperatur; Stofffeuchte: Masse flüssigen Wassers, bezogen auf Masse getrockneten Festkörpers.

  zum Anfang

Filmbildung

Übergang einer organischen Beschichtung vom flüssigen in den festen Zustand durch z. B. chemische Härtung oder physikalische Trocknung (Abgabe von Lösemittel) unter Ausbildung einer zusammenhängenden Schicht.

  zum Anfang

Flammstrahlen

Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Beton mit dem Ziel, tief sitzende Verschmutzungen (z.B. eingedrungenes Öl) und stärkere Feinmörtelschichten dadurch zu entfernen, dass ein Acetylen- Sauerstoff- Brenner mit breitem Düsenkopf mit gleichmäßiger Vorschubgeschwindigkeit dicht über die Betonoberfläche geführt wird. Die Flammtemperatur am Brenner beträgt ca. 3200 °C. Verbrennungsrückstände sind nach der Behandlung mit Hilfe mechanischer Bürsten zu beseitigen.

  zum Anfang

Fluten

Bei Grundierungen und Hydrophobierungen mit Kunststoffen wird oft das Material flutend aufgetragen, d.h., dass immer genügend Grundierungsstoff vor dem Verarbeitungsgerät "hergetrieben" wird. Die Oberfläche wird hierdurch "satt" getränkt.

  zum Anfang

Fräsen

Die Oberflächenbehandlung durch Fräsen kann mit leichten Maschinen auf vertikalen Flächen und mit schweren Geräten auf horizontalen Flächen ausgeführt werden. Fräsmaschinen haben meist eine entsprechende Absaugvorrichtung, wegen der sehr hohen Staubentwicklung, und sind für die waagrechte Flächenbearbeitung fahrbar ausgestattet. Mit Fräsmaschinen können gleichmäßige dicke Schichten abgetragen werden. Ein Nachstrahlen ist zwingend erforderlich.

  zum Anfang

Füllart

Verfahren bei der Riss und Hohlraumfüllung; es wird unterschieden nach Injektion und Tränkung.

  zum Anfang

Füller/Füllstoff

Verfahren bei der Riss und Hohlraumfüllung; es wird unterschieden nach Injektion und Tränkung.

  zum Anfang

Füllstoffe

sind vorzugsweise mineralische Teilchen von etwa 1-30 µm Durchmesser, die dazu dienen, bestimmte Eigenschaften von Anstrich- bzw. Beschichtungsstoffen zu verbessern. Durch Zugabe von Füllstoffen läßt sich z. B. das Schwindmaß und die thermische Längenänderung reduzieren oder die mit einem Auftrag erzielbare Schichtdicke steigern.

  zum Anfang

Fugen

Zwischenräume zwischen zwei Bauteilen. Dieser Zwischenraum dient zum Längenausgleich für die Dehnungen des Bauteilkörpers durch Schwinden, Quellen und Temperatur.

  zum Anfang

Füllgrad

Hierunter versteht man das Mengenverhältnis, z.B. eines Epoxidharzes zu den Zuschlägen aus Quarzsanden, angegeben in Gewichtsteilen. So bedeutet z.B. 1:3, dass ein Gewichtsteil Epoxidharz mit drei Gewichtsteilen Quarzsand zu einer Mischung zusammengesetzt wird. Man unterscheidet zwischen hochgefüllten und niedriggefüllten Kunststoffmörtelmischungen. Je höher der Füllgrad, also der Anteil an Quarzsand ist, desto geringer ist der Bindemittelanteil an dieser Mischung.

  zum Anfang

Füllgut

Unter diesem Begriff versteht man das Material, welches zur Verfüllung von Rissen zur Verwendung kommt. Das heute gebräuchlichste Füllgut für die Rissinjektion sind Epoxidharz, Polyurethan, Zementleim und Feinstzementsuspensionen.

  zum Anfang

GEB

Gütegemeinschaft Erhaltung von Bauwerken e.V. unter dem Dachverband des Deutschen Betonvereins in Wiesbaden. Gegründet am 01.11.1985 von namhaften Bauunternehmen. Mitglieder können in Sachen der Betonsanierung bewährte Bauunternehmen werden. Bei der geb wird ein Mitgliederverzeichnis geführt. Mitglieder der GEB verpflichten sich, eine geregelte Güteüberwachung (Eigen- und Fremdüberwachung) durchzuführen bzw. durchführen zu lassen. Firmen, die mehrere Baustellen ohne Beanstandung unter Fremdüberwachung durchgeführt haben, dürfen nach Erteilung das "GEB-Überwachungszeichen" führen. Anschrift: Kurfürstenstraße 130, 10836 Berlin.

  zum Anfang

Größtkorn

Bei einer Mörtelmischung aus Bindemittel und Zuschlägen nach Sieblinie, darf das größte Korn nicht größer als 1/3 der herzustellenden Schichtdicke sein. Beispiel: Eine Beschichtung von 3 mm sollte mit keinem Mörtel beschichtet werden, dessen Größtkorn mehr als 1 mm im Durchmesser hat.

  zum Anfang

Grundierung

Erster Auftrag bei einer aus mehreren Arbeitsgängen bestehenden Beschichtung / Materialauftrages zur Verbesserung des Zusammenwirkens des Untergrundes und der eigentlichen Beschichtung / des Materials. Ausführung frisch in frisch, insbesondere bei mineralischen Haftbrücken.

  zum Anfang

GÜB

Gemeinschaft für Überwachung im Bauwesen.

Anerkannte Prüf-,Überwachungs-und Zertifizierungsstelle nach Bauordnungsrecht.

Die GÜB hat satzungsgemäß die Aufgaben, als dafür anerkannte Überwachungsstelle die bauaufsichtlich geforderte Überwachung (die so genannte "Fremdüberwachung") im Zuge der Herstellung von Bauprodukten, der Tätigkeit mit Bauprodukten und der Anwendung von Bauarten durchzuführen. Hierbei hat sich die GÜB auf den Baustoff Beton und die Instandsetzung von Betonbauwerken spezialisiert.

Neben diesem bauordnungsrechtlich motivierten Aufgabenbereich ist die GÜB Qualität sichernd durch die Verleihung der privatrechtlichen Gütezeichen für Beton sowie für die Erhaltung von Bauwerken tätig.

Link: http://www.gueb-online.de

  zum Anfang

Haftbrücke

Adhäsiv wirkende Kontaktschicht zwischen Betonoberfläche und Reprofilierung zur Erzielung eines dauerhaften, kraftschlüssigen Verbundes. Bei PCC-Mörtel auf mineralischer, kunststoffmodizierter Basis oder organisch, bei PC-Mörteln rein organisch (z.B. Epoxidharze).

  zum Anfang

Haftzugsfestigkeit

Maß für den Widerstand, den eine Schicht aufgrund ihres Haftvermögens einer mechanischen Trennung vom Untergrund entgegensetzt (Oberflächenhaftzugsfestigkeit) Werte:
zwischen der Betonunterlage und PC-Ersatzsystemen sowie PCC-Betonersatzsystemen im Mittel 1,5 N/mm2, Einzelwerte 1,0 N/qmm, bei Oberflächenschutzsystemen im Mittel 1,0 N/qmm, Einzelwerte 0,8 N/qmm, bei Epoxidharzbeschichtungen 1,5 N/qmm.

  zum Anfang

Hauptsächlich wirksame Oberflächenschutzschicht (hw0)

Für die Funktion des Oberflächenschutzsystems maßgebende Schicht.

  zum Anfang

Hilfsstoff

Substanz, die einem Beschichtungsstoff in geringer Menge zugesetzt wird, um besondere Eigenschaften zu erzielen, z. B. Netzmittel, Entschäumer, Beschleuniger.

  zum Anfang

Hohlräume

Haufwerksporigkeit, verursacht durch mangelhafte Verdichtung, Entmischung (Grobkornanreicherungen) und Auswaschungen im Betongefüge ("Nester“).

  zum Anfang

Hydratation

Reaktion eines Stoffes mit Wasser, bei der das Wasser an den betreffenden Stoff angelagert wird. Es handelt sich um einen chemisch-physikalischen Vorgang, der beim Zement zur Gelbildung und Erhärtung führt.

  zum Anfang

Hydraulische Bindemittel

sind anorganische, nichtmetallische, pulverförmige Stoffe, die in chemischer Reaktion mit Wasser selbständig erhärten und sowohl an der Luft als auch unter Wasser fest bleiben. Typische Vertreter: Zement, hydraulischer Kalk.

  zum Anfang

Hydrolyse

Chemische Zersetzung eines Stoffes unter Wassereinwirkung (siehe auch Verseifen).

  zum Anfang

Hydrophobierung

Ist die wasserabweisende und das Saugverhalten regulierende Oberflächenbehandlung von Betonbauteilen.

  zum Anfang

Imprägnierung

Werden als Tränkungen mit organischen, in Lösungsmitteln gelösten, unpigmentierten Polymeren hergestellt, wobei die Porenwandungen durch einen dünnen Film ausgekleidet und das transportierende Lösungsmittel durch Verdunsten abgegeben wird. Sie werden nur als Kurzzeitschutz eingestuft, finden jedoch als Haftbrücke für CO2-sperrende Beschichtungen häufig Verwendung.

  zum Anfang

Inertanode

Einbauteil zum kathodischen Korrosionsschutz der Bewahrung, an dem eine fremde Spannungsquelle angelegt wird, die dem Potential der Korrosion entgegenwirkt.

  zum Anfang

Injektion

Füllen von Rissen und Hohlräumen unter Druck über Einfüllstutzen.(siehe Rissverpressung)

  zum Anfang

Injektionsdruck

Nennwert des Förderdrucks, mit dem der Rissfüllstoff zum Packer gefördert wird.

  zum Anfang

Injektionsgerät

Das Injektionsgerät für die einkomponentige Injektion besteht aus Druckerzeuger, Materialbe-hälter, Transportschlauch, Anschlussteil zum Packer. Bei dem Injektionsgerät für die zweikomponentige Injektion kommen Dosiereinrichtung und Mischeinrichtung hinzu.

  zum Anfang

Injektionsschlauch

Mit Austrittsöffnungen versehener Schlauch, der der Förderung und Injektion von Rissfüllstoffen dient.

  zum Anfang

Injektionsverfahren

Besteht aus Injektionsgerät, ggf. Anlage(n) zur Herstellung des Rissfüllstoffes als Stoffgemisch, Packer, ggf. Injektionsschlauch, ggf. Verdämmung. Den Einsatz des Injektionsverfahrens regeln die Angaben zur Ausführung.

  zum Anfang

Instandhaltung

Maßnahmen zur Bewahrung und Wiederherstellung des Sollzustandes, beinhaltet Inspektion, Wartung und Instandsetzung.

  zum Anfang

Instandsetzen

Wiederherstellen des Sollzustandes oder der vollen Gebrauchsfähigkeit eines Bauwerks oder Bauteils in einer Ausführung, die dem gegenwärtigen Stand der Technik entspricht, ohne verbessernden Charakter.

  zum Anfang

Instandsetzungsplan

Der Instandsetzungsplan ist sinngemäß ein Ausführungsplan, wie er für Neubauten üblich ist. Diese Richtlinie definiert ihn spezieller: Er ist auf Basis des vom sachverständigen Planer erarbeiteten Instandsetzungskonzeptes aufzustellen. Dieses wiederum ergibt sich als Planungsleistung aus den Ermittlungen des Ist und Sollzustandes des Bauwerkes. Der Instandsetzungsplan wird üblicherweise durch ein Leistungsverzeichnis ergänzt.

  zum Anfang

Kapillarporen

Porensystem, das Flüssigkeiten aufgrund von stoffspezifischen Oberflächenkräften auch gegen die Wirkung der Schwerkraft transportiert.

  zum Anfang

Karbonatisierung

In poröse Betonbauteile eindringendes CO2 reagiert mit Wasser bzw. Wasserdampf zu Kohlensäure. Diese verbindet sich mit dem Kalkhydrat zu Kalkstein (Kalziumkarbonat) und Wasser. Dieser zu einer Verdichtung des Betongefüges und zu einer Erhöhung der Betonfestigkeit führende Vorgang wird als Karbonatisierung bezeichnet. Hierdurch wird die Alkalität des Betons abgebaut, die den Rostschutz für den eingelegten Stahl dargestellt hat. Somit besteht erhöhte Korrosionsgefahr.
In der Praxis lässt sich die Karbonatisierungstiefe mit Hilfe von Phenolphtaleinlösung ermitteln. Interessant ist das Karbonatisierungsverhalten zur Luftfeuchtigkeit. Wassergefüllte Betonporen verhindern das Eindringen von CO2, so daß frei bewitterte Betonbauteilen langsamer karbonatisieren als solche, die regengeschützt der normalen Luftfeuchtigkeit ausgetzt sind. Bei ca. 45% - 75% relativer Luftfeuchte ist die Karbonatisierungsgeschwindigkeit am gößten.

  zum Anfang

Kathode

Negativ geladene Elektrode; der kathodische Teilprozess einer Metallkorrosion gibt Elektronen an den Elektrolyten ab; es tritt kein Substanzverlust ein.

  zum Anfang

Kohäsion

Zusammenhalt innerhalb eines Stoffes.

  zum Anfang

Kohäsionsbruch

Bruch innerhalb eines Stoffes.

  zum Anfang

Kontaminierung

Belag (Verschmutzung) aus Fremdstoffen auf einer Bauteiloberfläche: meist wird der Begriff gebraucht für einen Belag mit adhäsionsmindernden Produkten.

  zum Anfang

Korrosion

Bewehrungskorrosion ist die Reaktion eines metallischen Werkstoffes mit seiner Umgebung. Metallkorrosion wird durch Sauerstoff und Feuchtigkeit veranlasst und durch gasförmige Verunreinigungen gefördert. Rost beansprucht im Verglich zu metallischen Eisen ein 2,5 faches Volumen. Dies hat Betonabplatzungen zur Folge. Korrosion kann durch oxydische Schutzschichtbildung gehemmt werden.

  zum Anfang

Korrosionsschutz

Ziel ist der Schutz des Bewehrungstahls vor Korrosion. Zum einen durch die Alkalität des Zementsteines im Beton, zum anderen durch Aufbringen eines Anstriches auf die Bewehrung. Der Stahl wird entrostet und mit Korrosionsschutzpigmente enthaltenden Epoxidharzen oder mineralischem Korrosionsschutz überstrichen. Korrosionsschutz kann auch wieder erreicht werden, indem der karbonatisierte Beton vollständig abgetragen und ein alkalischer Mörtel aufgetragen wird. Dann ist der Stahl wieder vollständig von einem alkalischen Medium umgeben.

  zum Anfang

Kraftschluss

Übertragung von Schnittgrößen, ohne dabei merkliche Freiheitsgrade zu gewähren (siehe auch Dehnfähigkeit).

  zum Anfang

Kraftschlüssiges Verbinden

Eine druck, schub und zugfeste Verbindung mit Festigkeitseigenschaften, die von der Art des Riss Injektionssystems abhängen.

  zum Anfang

Kratzspachtelung

Ist eine Methode, bei der eine rauhe Betonoberfläche mit Epixidharz oder einem mineralischen Mörtel dünn überzogen "aufgekratzt" wird, um eine ebene Oberfläche zu schaffen. Anschließend können Beschichtung oder Anstrich erfolgen.

  zum Anfang

Kunststoffdispersion

ist eine feine Verteilung von Polymeren* oder Kunstharzen in einer Flüssigkeit, meist Wasser. In handelsüblicher Form liegt sie als stabiles, kolloidales System, von meist milchigem Aussehen vor. Wässrige Kunststoffdispersionen werden als Bindemittel für Anstriche, als Haftbrücke* oder zur Modifikation von Zementmörteln eingesetzt.

  zum Anfang

Kunststoff modifizierter Mörtel/ Beton

Auf anorganischer Bindemittelbasis (Zement) aufgebauter Mörtel. Durch Beimischen von Kunststoffdispersionen werden die Eigenschaften gezielt verbessert. z.B. Wasserrückhaltevermögen, Wasserzementwert, Schwindverhalten, Haftung am Untergrund, geringerer E-Modul und verbesserte Biegezugfestigkeit.

  zum Anfang

Lage

Wird in einem Arbeitsgang hergestellt. Eine oder mehrere Lagen gleicher Zusammensetzung bilden eine Schicht.

  zum Anfang

Lasur

ist ein Anstrichstoff, der einen geringen Pigmentanteil und wenig oder kleine Füllstoffe enthält und demgemäß nach dem Verfilmen in einem unbegrenzten Umfang lichtdurchlässig ist.

  zum Anfang

BAST-Liste

Bei der Bundesanstalt für Straßenwesen in Bergisch-Gladbach geführte Liste der geprüften Stoffe und Stoffsysteme nach ZTV-ING für Betonersatzsysteme aus Zementmörtel/Beton mit Kunststoffzusatz (PCC), erste Ausgabe Juli 1988. Ein einheitliches Qualitätsregelwerk für Betonersatzsysteme. Die Betonersatzsysteme werden für den Anwendungsfall PCC l (befahrbare Flächen dynamisch beansprucht), PCC II (nicht befahrbare Flächen, nicht dynamisch beansprucht) unterschieden.

  zum Anfang

Lochfraß

Korrosionsform bei Metallen, bei der die Passivschicht örtlich begrenzt durchbrochen wird, was zu tiefen Korrosionskratern führt, während außerhalb davon praktisch kein Flächenabtrag vorliegt.

  zum Anfang

Lösemittel / Lösungsmittel

sind Flüssigkeiten oder Flüssigkeitsgemische, die ein Bindemittel ohne chemische Umsetzung zu lösen vermögen. Eingesetzt werden hierfür in erster Linie niedermolekulare Kohlenwasserstoffe wie Benzin, Alkohole, Aceton, Äther und Xylol. Lösemittel müssen nach der Verarbeitung des gelösten Anstrich- oder Beschichtungsstoffes aus diesem innerhalb praktikabler Zeiträume entweichen, damit es zur Trocknung bzw. Erhärtung kommt.

  zum Anfang

Lösemittelhaftiger Austrichstoff

ist im Unterschied zur Dispersionsfarbe ein Anstrichstoff, dessen Bindemittel in einem Lösemittel* gelöst ist. Seine Erhärtung erfolgt physikalisch durch verdunsten des Lösemittels.

  zum Anfang

Mechanische Reinigung

Es gibt verschiedenste Arten, den Untergrund mechanisch von losen, mürben Bestandteilen, zu reinigen, z.B. von Hand. Die gängigsten Reinigungsmethoden sind jedoch alle Arten von Strahlarbeiten, z.B. Wasserstrahlen, Sandstrahlen. Hierdurch kann die beste wirschaftliche und technische Untergrundvorbereitung ausgeführt werden.

  zum Anfang

Mindestaushärtetemperatur (T min)

Niedrigste Temperatur, bei der Systeme auf Basis von Reaktionsharzen angewandt und verarbeitet werden sowie noch aushärten können.

  zum Anfang

Mineralfarben

sind Anstrichstoffe, die auf anorganischen Bindemitteln wie Weißzement, Kalk oder Wasserglas basieren. Ihre Trocknung beruht auf einer chemischen Reaktion.

  zum Anfang

Nachbehandlung

Auch kunststoffmodifizierte Reparaturmörtel auf mineralischer Basis (PCC-Mörtel) müssen nachbehandelt werden. Abdecken, Naßhalten, insbesondere während der Anfangsschwindphase, Schutz vor Sonne, Wind, Frost etc. Durch sorgsame Nachbehandlung können der Festigkeitsaufbau und das Schwindverhalten günstig beeinflußt werden. Dünne Mörtelüberzüge (z.B. Feinspachtel) sind trotz Kunststoffzusätzen im besonderen gefährdet. Durch direkte Sonneneinstrahlung oder Windeinwirkung kann das Anmachwasser fast vollständig entweichen. Absandende Flächen, schlechte Haftung und Schwindrißbildung sind die Folge. Deshalb sind auch hier Nachbehandlungen wie bei Beton unbedingt erforderlich.

  zum Anfang

Niedrigste Anwendungstemperatur (T min)

Temperatur, bei der Stoffe und Stoffgemische angewandt und verarbeitet werden sowie noch aushärten können.

  zum Anfang

Oberflächennaher

Beton in Berreichen bis unter die Bewehrung, an einzelnen Stellen auch tiefer.

  zum Anfang

Oberflächenschutz

Maßnahmen zum Schutz der Betonoberfläche durch Hydrophobierung oder Beschichtung.

  zum Anfang

Oberflächenschutzsystem

Besteht aus den Stoffen der einzelnen Schichten des Oberlächenschutzes. Man versteht darunter Überzüge aus Polymeren (Kunstharzen) oder mineralischen (Zementen) Bindemitteln. Die Schichtdicken reichen von wendigen µm bis hin zu mehreren cm Dicke, die je nach Art des Oberflächenschutzes und den entsprechenden Anforderungen aufgetragen werden. (siehe mechanische Reinigung)

  zum Anfang

Oberflächenvorbereitung

Schaffung einer geeigneten Oberfläche der Betonunterlage für Betonersatz oder Oberflächenschutz.

  zum Anfang

Opferanode

Einbauteil zum Korrosionsschutz der Bewahrung, das aufgrund seiner elektrochemischen Eigenschaften den anodischen Teilprozess auf sich konzentriert und dabei verbraucht wird.

  zum Anfang

Packer

Übergangsstück zwischen Injektionsgerät und Bauteil, befestigt auf der Bauteiloberfläche (Klebepacker) oder in Bohrlöchern (Bohrpacker), im Regelfall mit Ventil versehen.

  zum Anfang

PCC oder PC

PCC - Polymer-Cement-Concrete, Zementmörtel/Beton mit Kunstoffzusatz. PC = Polymer-Concrete, Mörtel/Beton aus Zuschlagstoffen und Reaktionsharzen als Bindemittel.
Die Anwendung beider Mörtelarten ist in der ZTV-ING geregelt

  zum Anfang

Phenolphtalein

ist ein weißes, kristallines Pulver, welches in Alkohollösung als Indikatorflüssigkeit für die Alkalität mineralischer Baustoffe dient. Im Kontakt mit einer basischen Umgebung erfährt die zunächst farblose Flüssigkeit einen Farbumschlag nach rot.

  zum Anfang

pH-Wert

Maßzahl für die Menge Wasserstoffionen in einer Lösung. Die Werteskala wird von 1-14 unterteilt.
PH-Wert = 7 neutrales Milieu
PH-Wert > 7 alkalisches Milieu
PH-Wert < 7 saures Milieu

  zum Anfang

Pigmente

Feinkörnige Feststoffteilchen von 0,1 bis 1,0 µ. Sie dienen zur Farbgebung von Anstrich- und Beschichtungsstoffen.

  zum Anfang

Polymere

sind natürliche oder synthetische Stoffe, deren hohes Molekulargewicht auf der strukturellen Bindung einer großen Zahl kleinerer Grundmoleküle (Mononiere*) beruht. Polymere aus identischen Monomeren Verbindungen heißen auch Homopolymere, solche aus unterschiedlichen Monomeren werden als Misch- oder Copolymere bezeichnet. Polymere können durch Polykondensation, Polyaddition* oder Polymerisation* entstehen. Die Bezeichnung Polymerisat trifft nur auf die letztgenannte Gruppe zu.

  zum Anfang

Polymerisation

Sie wird durch einen Katalysator oder Initiator ausgelöst. Zum Stillstand gekommen kann sie nicht wieder in Gang gesetzt werden. Die Produkte der Reaktion nennt man Polymerisate. Die Polymerisation ist von erheblicher Bedeutung für die Herstellung von Kunststoffen.

  zum Anfang

Polymethylmethacrylat (Kurzzeichen: PMMA)

ist ein Acrylharz auf der Basis von Methacrylsäure-Methylester, das u. a. als Bindemittel für physikalisch trocknende Anstriche verwendet wird. Diese Beschichtungen zeichnen sich durch hervorragende Alterungs- und Witterungsbeständigkeit, hohe Haftfestigkeit und physiologische Unbedenklichkeit aus.

  zum Anfang

Physikalische Trocknung

Filmbildung eines Beschichtungsstoffes ohne chemische Reaktion, ausschließlich bewirkt durch Verdunstung eines Lösemittels.

  zum Anfang

Qualitative Chloridbestimmung

Durch Aufsprühen einer Silbernitrat- / Kaliumdichromatlösung auf eine frische Betonstemmstelle oder Bohrkern. Bei gelblichbräunlicher Verfärbung des Betons sind Chloride vorhanden.

  zum Anfang

Qualitätssicherung

Eigen- und Fremdüberwachung nach den entsprechenden Richtlinien (ZTV-ING). Hierzu gehört auch der Einsatz besonders geschulten Personals (SIVV-Schein, Schützen,Instandsetzen, Verbinden und Verstärken von Betonbauteilen.).

  zum Anfang

Quantitative Chloridbestimmung

Entnahme von Betonmehl aus Bohrlöchern, Bohrlochtiefe jeweils in 1 cm - Abstufung. Im Labor kann der Chloridgehalt des Bohrmehls quantitativ bestimmt werden. Ein Chloridgehalt von 0,4 % des Zementgewichts darf als zulässig betrachtet werden. Bei der Instandsetzung sind alle Umgebungseinflüsse in die Beurteilung einzubeziehen. Hier ist der Fachmann gefragt.

  zum Anfang

Rauheit

Abweichen der Oberfläche eines definierten Messbereiches von einer gedachten Ebene.

  zum Anfang

Rautiefe

Die Rautiefe ist der absolute Wert der Rauheit einer Oberfläche in mm, in dieser Richtlinie im Regelfall bestimmt nach dem Sandflächenverfahren. Die Rautiefe Rτ ist definiert als Höhe des gedachten, zylindrischen Körpers mit dem Kreisdurchmesser d und dem Sandvolumen V, der alle Spitzen des Untergrundes einschließt. Beispiele für verschiedene Rauheiten sind nachfolgend genannt:

    Rt = 0,2 mm
  • Glatter Betonuntergrund, grundiert und abgestreut mit Quarzsand 0,1 bis 0,3 mm;
  • Glatt geschalter, nicht gestrahlter Beton;
  • Feinspachtel, der mit Kunststoff oder Stahltraufel aufgezogen bzw. geglättet ist;
  • Nicht abgestreute, elastische Oberflächenschutzschicht z. B. OS 11a (OS Fa).
    Rt = 0,5 mm
  • Gestrahlter Betonuntergrund, grundiert und abgestreut mit feuergetrocknetem
    Quarzsand der Körnung 0,2 bis 0,7 mm;
  • Glatt geschalter bzw. abgeriebener Beton, der gesandstrahlt ist;
  • Feinspachtel, der an der Oberfläche abgerieben bzw. abgefilzt wurde.
    Rt = 1,0 mm
  • Gestrahlter Betonuntergrund, der grundiert und mit Quarzsand der Körnung 0,7 bis 1,2 mm abgestreut ist;
  • Rauer, abgewitterter, gestrahlter Beton.
    Rt = 1,5 mm
  • Gestrahlter Betonuntergrund, der grundiert und mit Quarzsand der Körnung 1 bis 2 mm abgestreut ist;
  • Waschbeton

  zum Anfang

Reaktionsharze

Kunstharze, die durch Mischen mehrerer Bestandteile, mindestens Stammkomponente und Härter, chemisch bis zur Erhärtung reagieren. In der Baupraxis meistens 2- oder 3 komponentige Reaktionsharze.

  zum Anfang

Realkalisieren

Eindringen des basischen Porenwassers eines alkalischen Mörtels, im Regelfall zementgebunden, in einen Bereich, dessen Alkalität durch Karbonatisierung stark vermindert wurde.

  zum Anfang

Reinacrylatfarben

sind Anstrichstoffe auf Dispersionsbasis, deren Bindemittel homo-polymere Acrylate sind, also keine Co- Polymerisate, wie z. B. Acrylat- Styrol oder dergleichen.

  zum Anfang

Repassivierung

Wiederherstellung des Korrosionsschutzes von Stahleinlagen in Betonbauteilen durch alkalische, im Regelfall zementgebundene Mörtel oder Betone.

  zum Anfang

Reprofilierung

Schicht zur Herstellung einer gleichmäßigen Betonoberfläche auf der Haftfläche des Altbetons bis zur ursprünglichen Oberfläche oder darüberhinaus.

  zum Anfang

Risse

Trennung im Betongefüge und Arbeitsfugen. Es wird zwischen oberflächennahen Rissen und Trennrissen unterschieden. Risse sind in der Regel nicht geplante Fugen. Oberflächennahe Risse erfassen nur geringe Querschnittsteile und sind häufig netzartig ausgebildet. Trennrisse erfassen wesentliche Teile des Querschnitts (z.B. Zugzone, Steg) oder den Gesamtquerschnitt. Risse sind immer Gefügestörungen und daher selbst in feinster Form zu beachten.

  zum Anfang

Rißverpressung

Nachträgliches Zusammenfügen gerissener Betonbauteile. Man unterscheidet zwei Arten.

  1. Tränkverfahren: Füllen von Rissen ohne Druck
  2. Injektionsverfahren:
  • einkomponentige Injektion. Das aus den Komponenten fertiggemischte Füllgut wird vom Injektionsgerät unter Druck zum Einfüllstutzen gefördert.
  • zweikompontige Injektion hierbei werden die Einzelkomponenten des Füllguts in einem am Einfüllstutzen unmittelbar anschließbaren Mischkopf fertiggemischt.

Hier gelten die Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für das Füllen von Rissen in Betonbauteilen. (ZTV-ING Teil 3.5)

  zum Anfang

Rissfüllstoff (Füllgut)

Stoffgemisch zum Füllen von Rissen und Hohlräumen in Betonbauteilen, im Regelfall bestehend aus:


Epoxidharz (EP)
  • Komponente A: Harz
  • Komponente B: Härter
Polvurethan (PUR)
  • Komponente A: polyolhaltig
  • Komponente B: isocyanathaltig
Zementleim (ZL)
  • Komponente A: Zement, Zusatzstoffe
  • Komponente B: ggf. demineralisiertes Wasser ggf. Zusatzmittel
  • Komponente C: ggf. weitere Zusatzmittel
Zementsuspension (ZS)
  • Komponente A: Feinstzement, Zusatzstoffe
  • Komponente B: ggf. demineralisiertes Wasser ggf. Zusatzmittel
  • Komponente C: ggf. weitere Zusatzmittel

  zum Anfang

Rostschutzpigmente

Rostschutzpigmente sind feinkörnige Feststoffteilchen, die als Bestandteil von Schutzanstrichen (meist Epoxid- Flüssigharzen) die Funktion haben, Rostbildung auf Stahloberflächen zu verhindern ("aktive" Rostschutzpigmente). Ihre Wirkung kann auf Alkalität, Bleiseifenbildung und/ oder chemischer Passivierung beruhen. Als Rostschutzpigmente dienen u.a. Zinkphosphat oder Zementklinkermehl.

  zum Anfang

Sanden

Versagen der Haftung des Feinstkorns an der Oberfläche des Betons.

  zum Anfang

Saugfähigkeit

Aufnahme drucklos benetzender Flüssigkeiten durch Kapillarporen.

  zum Anfang

Schichtdicke

Dicke einer Beschichtungslage im frischen Zustand (Nass Schichtdicke) bzw. nach Trocknung oder Härtung (Trockenschichtdicke). Es werden unterschieden:


Mindestschichtdicke (d min)
Sie ergibt sich aus den Anforderungen an die Funktionstüchtigkeit für ein bestimmtes Produkt. Sie wird in der Grundprüfung ermittelt. Maßgebend hierfür sind u. a. die geforderten C02 Diffusionseigenschaften und ggf. die Rissüberbrückungseigenschaften.

Maximalschichtdicke (d max)
Sie ergibt sich aus den Anforderungen an die Funktionstüchtigkeit für ein bestimmtes Produkt.
Sie wird in der Grundprüfung ermittelt. Maßgebend hierfür sind u. a. die geforderten H20-Diffusionseigenschaften,

Sollschichtdicke (d soll)
Sie ist eine aufgrund von statistischen Annahmen ermittelte Schichtdickenvorgabe, die nach der Ausführung im Mittel auf der maßgeblichen Fläche mindestens erreicht werden muss, damit die Mindestschichtdicke (d min) mit 95 % iger Sicherheit an keiner Stelle unterschritten wird. Maßgebend für den erforderlichen Schichtdickenzuschlag (d z), um den d soll, über d min liegt, sind die Streuungen der gemessenen Schichtdicke und die Anzahl der durchgeführten Messungen.

Mittlere Schichtdicke (d)
Sie ergibt sich als Mittelwert aller über die maßgebliche Fläche verteilten Einzelmessungen nach Aussonderung von echten Ausreißern. d darf d soll nicht unter und d max nicht überschreiten.

  zum Anfang

SiGeKo

Aufgrund des Arbeitsschutzgesetzes hat die Bundesregierung die Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen ( Baustellenverordnung - BausstellV ) mit Wirkung zum 1 Juli 1998 erlassen. Die Verordnung dient der wesentlichen Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten auf Baustellen. Die Einhaltung dieser Verordnung obliegt dem Bauherrn. Wenn der Bauherr die Aufgaben des Sicherheits-und Gesundheitsschutzkoordinators ( SiGeKo ) nicht selbst wahrnehmen kann oder will, so kann er die SiGeKo-Leistung an Dritte vergeben.

  zum Anfang

Silane

sind monomere* siliciumorganische Verbindungen, die mit sich selbst zu siliconharzähnlichen Verbindungen reagieren. Sie können deshalb auch als Vorprodukte der Siliconharze bezeichnet werden. Aufgrund ihrer geringen Molekülgröße dringen sie gut in den Betonuntergrund ein, wo es durch Reaktion mit dem alkalischen Medium zu einer sehr festen chemischen Bindung kommt. Da für diese Reaktion Feuchtigkeit benötigt wird, kann auch bereits ein relativ junger Beton mit alkoholischen Silanlösungen erfolgreich hydrophobiert werden.

  zum Anfang

Siliconharze

sind bereits vor der Anwendung vernetzte polymere silicium-organische Verbindungen. Imprägnierlösungen auf Siliconharzbasis enthalten etwa 4-6% Siliconharz, welches durch Verdunsten des organischen Lösungsmittels physikalisch trocknet und danach sofort hydrophobierend wirkt. Eine Siliconharzbehandlung ist auch bei niedrigen Temperaturen (bis etwa 0 ° C) möglich.

  zum Anfang

Silikatfarben

sind fertig pigmentierte oder selbst zu mischende Anstrichstoffe, denen ein kieselsäurereiches Kaliwasserglas als Bindemittel dient. Bedingt durch kristalline Versteinerung ergibt sich eine gegen atmosphärische Einflüsse und Alkalien sehr beständige Beschichtung.

  zum Anfang

Siloxane

sind niedermolekulare siliciumorganische Verbindungen, die zwischen den Silanen und Siliconharzen stehen und durch Teilvernetzung von Silanen gebildet werden. Ihr Einsatzgebiet ist ebenfalls die Hydrophobierung von Betonflächen. Auf den Unterschied zur Stoffgruppe der Siloxanfarben* sei ausdrücklich hingewiesen.

  zum Anfang

Siloxanfarben

Lösemittelhaltige, pigmentierte Acrylharzfarben, denen Siloxan als Kombinationsbindemittel zugesetzt wird, um die wasserabweisende Wirkung an Fehlstellen des Anstrichfilms zu erhöhen.

  zum Anfang

S.I.V.V- Schein

Betoninstandsetzungsmaßnahmen können nur erfolgreich ausgeführt werden, wenn das maßgebende Baustellenfachpersonal ausreichend geschult und ausgebildet ist.

Da es keinen Ausbildungsberuf "Betoninstandsetzer" gibt, wurde durch den Ausbildungsbeirat "Verarbeiten von Kunststoffen im Betonbau" beim Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein E.V der "SIVV-Lehrgang" geschaffen, der es vor allem Bau-Facharbeitern (Maurer, Stahlbetonbauer) im Rahmen einer zweiwöchigen Weiterbildungsveranstaltung ermöglicht, sowohl theoretische Kenntnisse als auch praktische Fertigkeiten auf dem Gebiet der Betoninstandsetzung zu erwerben. Der Lehrgang wird mit einer Prüfung abgeschlossen.

Die technischen Regelwerke für die Betoninstandsetzung (ZTV-ING und DAfStb-Instandsetzungs-Richtlinie) fordern vom ausführenden Unternehmen Baustellen-Fachpersonal mit dem Qualifikationsnachweis "SIVV-Schein".

  zum Anfang

Spachtelmasse

Pigmentierter, hochgefüllter Beschichtungsstoff der zieh , streich oder spritzbar eingestellt sein kann, vorwiegend zum Ausgleich von Unebenheiten des Untergrundes und zum Schließen von Oberflächenporen.

  zum Anfang

SPCC (Sprayable Polymer Cement Concrete)

Spritzbarer, kunststoffmodifizierter Zementmörtel.

  zum Anfang

Spritzbeton

Ältestes und bewährtestes Betonsanierungsverfahren. Im Naß- oder Trockenspritzverfahren wird ein Beton unter hohem Druck auf vorgenäßten Altbeton gespritzt. Hat seine Anwendungsdomäne bei nachträglich vorzunehmenden statischen Verstärkungen von Betonbauteilen. Es wird artgleiches Material verwendet. Der zusätzliche Korrosionsschutz der Bewehrung entfällt.
Spritzbeton: Herstellung und Güteüberwachung DIN 18551

  zum Anfang

Spritzdüse

Die Spritzdüse ist der Endbereich der Förderleitung; dort können über einen Mischkörper Wasser, Anmachflüssigkeit, Luft und Zusätze unter Druck beigegeben werden.

  zum Anfang

Spritzgemisch

Spritzgemisch ist das Gemisch, das die Spritzdüse verlässt.

  zum Anfang

Spritzmörtel

wie Spritzbeton jedoch Kerngröße ≤ 4mm. Die Technischen Lieferbedingungen (TL) sowie Technischen Prüfvorschriften (TP) für Betonersatzsysteme (PCC, PC) werden in der ZTV-ING geregelt.

  zum Anfang

Taupunkt Temperatur (°C)

Temperatur, bei der die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist. Bei Abkühlung auf die Taupunkt-Temperatur und darunter tritt Kondensation von Wasserdampf ein, zum Beispiel bei Beaufschla¬gung kalter Bauteile mit warmer Luft.

  zum Anfang

TL BE-PCC/TL BE-PC

Anhang zur ZTV-ING (siehe Z). Technische Lieferbedingungen für Betonersatzsysteme aus Zementmörtel/Beton mit Kunststoffzusatz (PCC) oder für Betonersatzsysteme aus Reaktionsharzmörtel / Reaktionsharzbeton (PC). Herausgegeben vom Bundesminister für Verkehr, Abteilung Straßenbau.

  zum Anfang

Wasserzementwert

Der Wasserzementwert oder auch Wasserzementfaktor W/Z gibt an, in welchem Verhältnis die Wassermenge zum Zementgehalt eines Mörtels/Betons steht.

Gewicht des Wassers w / Gewicht des Zements z = W/Z

Mineralische Betonsanierungsbaustoffe sollten einen Wasserzementwert von 0,45 aufweisen. Je kleiner der Wasserzementwert, desto geringer ist die Schwindgefahr. Das theoretische Optimum liegt bei 0,40. In der Praxis aus Gründen der Verarbeitbarkeit und zum Ausgleich von Verlusten 0,45 - 0,55.

  zum Anfang

Wiedemann

Instandsetzung und Schutz von Betonbauwerken. Das Unternehmen begann 1947 mit der Instandsetzung von Trinkwasseranlagen. Im Jahre 1967 folgte die Instandsetzung von Industrieböden und 1968 die Sanierung von Abwasserbauwerken. Die Aufgabengebiete Betoninstandsetzung und Langzeitschutz von Betonoberflächen weiteten sich im Jahre 1969 auf Brücken- und Verkehrsbauwerke sowie im Jahre 1974 auf Hoch- und Ingenieurbauwerke aus. Wiedemann ist geb-, DVGW- und Deliwa-Mitglied sowie zugelassener Fachbetrieb für Beschichtungen nach dem WHG, § 19. Die einschlägigen Verbände werden von Wiedemann bei der Aus- und Weiterbildung unterstützt. Erfahrene und durch lange Betriebszugehörigkeit qualifizierte Bauingenieure, Poliere und Facharbeiter mit SIVV-Schein sorgen zusammen mit hohen Investitionen in neue Technologien und einer Eigenüberwachung für Qualitätssicherung bei der Betoninstandsetzung. Ein Beweis für das vorhandene "Know-how" sind umfangreiche Referenzen sowie langjährige Stammkunden.

  zum Anfang

Zementstein

Ist das nach Abschluss der hydraulischen Erhärtung vorliegende Endprodukt aus Zement und Wasser. Der Zementstein füllt die Hohlräume im Korngerüst der Zuschläge und verkittet diese miteinander zu Mörtel oder Beton. Für die Festigkeit und Dauerhaftigkeit des Betons ist die Dichte des Zementsteins von ausschlaggebender Bedeutung. Sie wird durch niedrige Wasserzementwerte begünstigt.

  zum Anfang

Zertifizierung nach DVGW-Arbeitsblatt W316

Qualifikationsnachweis  der Fachunternehmen für Instandsetzung von Trinkwasserbehältern nach DVGW Arbeitsblatt W 316

Die DVGW-Zertifizierungsstelle prüft und zertifiziert gas- und wasserfachliche Produkte, Unternehmen, Managementsysteme und Sachverständige auf Basis des DVGW-Regelwerks sowie national und international anerkannter Richtlinien, Normen und Zertifizierungsprogrammen.

  zum Anfang

ZTV ING Teil 3.5

Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für das Füllen von Rissen in Betonbauteilen. Herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr, Abteilung Straßenbau, Abteilung Binnenschifffahrt und Wasserstraßen, sowie der Deutschen Bundesbahn.

  zum Anfang

ZTV ING Teil 3.4

Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen. Herausgegeben vom Bundesminister für Verkehr, Abteilung Strassenbau

  zum Anfang